Unser Sprachenprofil
Die ESS bietet ein vielfältiges Sprachenprofil mit einer englischen und einer deutschen Sektion an. Sie obliegt dabei der Sprachenpolitik der Europäischen Schulen und folgt dem Europäischen Curriculum, wodurch unsere SchülerInnen drei Sprachen verpflichtend erlernen:
Sprache 1 (L1)
Muttersprache
DE oder EN
(P1 bis S7)
Sprache 2 (L2)
1. Fremdsprache
EN, DE oder FR
(P1 bzw. P5 bis S7)
Sprache 3 (L3)
2. Fremdsprache
FR, SN, IT oder EN
(S1 bis mind. S5)
Wichtig: Die Wahl der L2 beeinflusst später auch die Unterrichtssprache verschiedener Sachfächer!
Je nach vorangegangener Wahl ist es möglich Englisch, Französisch, Spanisch oder Italienisch als Wahlfach L4 ab S4 oder als Ergänzungsfach L5 ab S6 zu erlernen. Zudem kann Latein als Wahlfach ab der S2 erlernt werden.
Wöchentliche Stundentafel unserer Sprachen

Die Ziele unserer Sprachen

So wächst der Anteil fremdsprachlichen Unterrichts
Die Sprache der Sektion (L1) ist die hauptsächliche Unterrichtssprache an Europäischen Schulen. Einzelne Fächer oder Lernbereiche werden im Verlauf der Schullaufbahn jedoch auch in der ersten Fremdsprache (L2) unterrichtet.
Cycle 1 · S1–S3
- Kunst, Musik und Sport in sektionsgemischten Gruppen
- Humanwissenschaften und Religion ab S3 in L2
- erster intensiver Kontakt mit fachlichem Lernen in einer Fremdsprache
Cycle 2 · S4–S5
- Geschichte, Geografie und Wirtschaftskunde in L2
- zunehmender Anteil fremdsprachlich unterrichteter Sachfächer
- Vorbereitung auf die Oberstufe
Durchführung des Unterrichts in der Fremdsprache (CLIL)
Der fremdsprachliche Unterricht in Sachfächern wird an der ESS nach dem Prinzip der aufgeklärten Einsprachigkeit durchgeführt. Ein zentrales Element dieses Ansatzes ist das Content and Language Integrated Learning (CLIL-Prinzip). CLIL kombiniert das Lernen von Fachinhalten mit dem Sprachenlernen und fördert dadurch nicht nur das Sprachverständnis, sondern auch die Fähigkeit der Schüler, komplexe Themen in der Fremdsprache zu diskutieren und zu verstehen. Dadurch wird das Sprachenlernen zu einem integralen Bestandteil des gesamten Bildungsprozesses, wodurch die Schüler ihre Sprachkompetenz auf natürliche und effektive Weise erweitern.Humanwissenschaften bzw. später Geografie und Geschichte finden in der 1. Fremdsprache mithilfe des CLIL-Konzeptes statt.
Die Bewertung und Korrektur von sprachlichen Fehlern im CLIL-Unterricht erfordern eine ausgewogene Herangehensweise, da der Fokus auf fachlichen Inhalten anstatt auf sprachlichem Lernen liegt. Dabei werden sprachliche Fehler in Leistungsnachweisen beispielsweise zwar korrigiert, aber nicht bewertet, da der Fokus auf dem inhaltlichen Sinn liegt, sofern dieser trotz sprachlichen Fehlern identifizierbar ist. Hierbei wird demnach zwischen formalen Fehlern (z.B. Grammatik, Rechtschreibung) und inhaltlichen Missverständnissen unterschieden.
Dieser Ansatz fördert eine positive Lernatmosphäre, in der sprachliche Fehler als integraler Bestandteil des Lernprozesses wahrgenommen werden. Die Schüler entwickeln so nicht nur fachliches Wissen, sondern auch Selbstvertrauen und Autonomie im Sprachenlernen.
Die Bewertung und Korrektur von sprachlichen Fehlern im CLIL-Unterricht erfordern eine ausgewogene Herangehensweise, da der Fokus auf fachlichen Inhalten anstatt auf sprachlichem Lernen liegt. Dabei werden sprachliche Fehler in Leistungsnachweisen beispielsweise zwar korrigiert, aber nicht bewertet, da der Fokus auf dem inhaltlichen Sinn liegt, sofern dieser trotz sprachlichen Fehlern identifizierbar ist. Hierbei wird demnach zwischen formalen Fehlern (z.B. Grammatik, Rechtschreibung) und inhaltlichen Missverständnissen unterschieden.
Dieser Ansatz fördert eine positive Lernatmosphäre, in der sprachliche Fehler als integraler Bestandteil des Lernprozesses wahrgenommen werden. Die Schüler entwickeln so nicht nur fachliches Wissen, sondern auch Selbstvertrauen und Autonomie im Sprachenlernen.
Was, wenn mein Kind in P5 noch keine Fremdsprache beherrscht?
An der Europäischen Schule Saarland startet der L2-Unterricht entweder ab P1 im Early Course oder im Late Course für SchülerInnen, welche die ESS erst ab der P5 besuchen. Im Early Course steht der natürliche Sprachaufbau im Vordergrund; im Late Course die bewusste, strategische Sprachaneignung. So wird gewährleistet, dass alle Lernenden ab S4 gemeinsam auf einem vergleichbaren Niveau unterrichtet werden können. Beide Kurse werden zunächst differenziert unterrichtet und können ab S4 zusammengeführt werden.
Diese Struktur berücksichtigt aktuelle Forschungsergebnisse: Während jüngere Kinder Sprachen natürlicher, aber langsamer erwerben (Grotjahn, Schlak & Berndt, 2010), lernen ältere Schülerinnen und Schüler ab etwa zehn Jahren effizienter und analytischer (Krashen, Long & Scarcella, 1979; Muñoz, 2006).


